Warum die meisten wachsenden Unternehmen es mit Steuerberater, Buchhalter oder neuer Finanzsoftware nicht schaffen, den finanziellen Blindflug zu beenden
Und warum mehr Umsatz das Problem nicht löst – sondern verschärft
M.Sc. Ari Ahmed
Geschäftsführer Aurelio Finance GmbH
Finanzexperte & Externer CFO
Wirtschaftsingenieur (KIT)
Lieber Gründer, lieber Geschäftsführer,
ob ein Wachstumsunternehmen eine, fünf oder fünfzehn Millionen Euro Umsatz macht – die meisten haben dasselbe Problem: Sie machen gute Umsätze, haben aber keinen verlässlichen finanziellen Durchblick.
Vielleicht kennst auch Du folgende Symptome, die je nach Unternehmensgröße und Unternehmensphase auftreten:
- Die BWA kommt zu spät und bietet nicht die notwendige Transparenz.
- Es gibt Zahlen und ein Reporting, aber keine zielgerichteten Handlungsempfehlungen, die sagen, ob das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist.
- Manche schauen morgens aufs Bankkonto und nennen das Liquiditätsplanung.
- Andere haben schon eine Finanzplanung, aber sie ist nicht mit der Unternehmensstrategie verknüpft und ist nicht integriert.
- Es fehlt jemand, der die Fäden zusammenhält – der erkennt, wie Strategie, Buchhaltung, Liquidität, Planung und Reporting zusammenhängen.
Das Ergebnis ist immer dasselbe: Die Gründer und Geschäftsführer treffen wichtige Entscheidungen – Mitarbeiter einstellen, Marketingausgaben ausweiten, investieren, expandieren – ohne belastbare finanzielle Grundlage. Sie entscheiden aus dem Bauchgefühl, hoffen, dass es gut geht, und können häufig weder sich selbst noch ihrer Bank oder Investor erklären, wohin sich das Unternehmen finanziell entwickelt.
Warum die bisherigen Lösungen nicht reichen
Die meisten Gründer und Geschäftsführer sind keine Finanzexperten – sie sind Visionäre, Vertriebler oder Fachexperten. Finanzen sind nicht ihr Kernthema, und was der Finanzbereich eigentlich leisten können muss, wissen sie in der Regel auch nicht.
Also lösen sie die Probleme so, wie es gerade passt: Der Steuerberater macht neben Steuerthemen auch die Buchhaltung. Ein FiBu‒Leiter wird später eingestellt – jemand, der die laufenden Finanzaufgaben intern übernimmt. Vielleicht wird einmal ein Finanzberater hinzugezogen. Ob diese Personen wirklich das nötige Wissen mitbringen, können die meisten Gründer und Geschäftsführer kaum beurteilen. Also vertrauen sie darauf, dass es schon reicht – und konzentrieren sich auf das, was sie können und was ihnen liegt: mehr Vertrieb, mehr Marketing, mehr Wachstum.
Die Überzeugung dahinter: Mehr Umsatz löst am Ende auch die Finanzprobleme.
Aber genau das Gegenteil passiert – je schneller das Unternehmen wächst, desto komplexer wird der Finanzbereich und desto größer wird die Lücke zwischen dem, was Steuerberater oder FiBu‒Leiter liefern, und dem, was Gründer und Geschäftsführer eigentlich bräuchten, um ihr Unternehmen fundiert und vorausschauend zu steuern.
Keiner dieser Lösungsansätze ist falsch